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Die Umweltbank aus Nürnberg ist keine Neobank und kein Fintech-Startup. Sie wurde 1997 gegründet, ist börsennotiert und hat sich auf einen einzigen Fokus spezialisiert: die Finanzierung ökologischer Projekte. Windparks, Solaranlagen, Biobauernhöfe und nachhaltige Gebäude werden mit dem Kapital der Umweltbank finanziert. Das ist kein Marketing-Versprechen sondern Geschäftsmodell.
Das UmweltGiro ist das Girokonto dieser Bank. Wer es eröffnet, trägt dazu bei dass das Kapital in diesen Bereich fließt und nicht in fossile Energien oder rüstungsnahe Industrien. Das ist der einzige Grund warum man dieses Konto wählen sollte — denn bei rein finanziellen Konditionen gibt es günstigere Alternativen.
Das erste Jahr ist kostenlos. Ab dem zweiten Jahr kostet das UmweltGiro 4,90 € pro Monat — dauerhaft, ohne Bedingungen. Kein Mindestgeldeingang, kein Altersrabatt. Das macht die Preisstruktur einfacher als bei DKB oder Norisbank, aber auch teurer für alle die sonst kostenlos wegkämen.
Bargeld abheben ist über zwei Wege kostenlos möglich: bis zu 200 € pro Monat direkt an der Kasse in Lebensmittelgeschäften wie Rewe, Edeka, dm und tegut, sowie zwölf Mal pro Jahr an Geldautomaten im EWR mit der Kreditkarte. Wer häufiger Bargeld braucht, zahlt ab der 13. Abhebung extra. Das deckt den Alltagsbedarf der meisten Menschen, ist aber kein Vollkasko-Angebot.
Die physische Girokarte kostet 9 € pro Jahr — bis Ende 2026 ist sie nach Angaben der Bank kostenlos. Danach greift die Gebühr. Wer ausschließlich mit dem Smartphone zahlt und Android nutzt, kann die digitale Girocard nutzen. Für iPhone-Nutzer bedeutet das derzeit eine Einschränkung.
Die Umweltbank veröffentlicht jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht und zeigt transparent welche Projekte mit dem Kapital der Kundeneinlagen finanziert wurden. Das ist mehr als die meisten Banken tun die sich als nachhaltig vermarkten aber keine detaillierte Offenlegung betreiben.
Für Kunden die Wert darauf legen ist das ein konkreter Unterschied. Für alle anderen ist es irrelevant — und dann gibt es günstigere Optionen.
Die UmweltBank-App ist funktional und zuverlässig, aber nicht innovativ. Überweisungen, Daueraufträge und Kontoauszüge funktionieren. Eine Ausgabenkategorisierung oder Haushaltsbuch-Funktion fehlt. Die App-Bewertungen sind solide ohne herausragend zu sein. Wer moderne Banking-Features erwartet, wird enttäuscht.
Das UmweltGiro ist das richtige Konto für alle denen die konkrete Verwendung ihres Geldes wichtig ist und die bereit sind, dafür 4,90 € pro Monat ab dem zweiten Jahr zu zahlen. Es ist kein Budget-Konto und kein Feature-Champion. Es ist ein solides Girokonto bei einer Bank die tut was sie verspricht. Wer Nachhaltigkeit im Banking als Kaufkriterium hat und das transparent belegt sehen möchte, ist hier richtig. Alle anderen fahren mit DKB, C24 oder Norisbank günstiger.
Das Umweltbank UmweltGiro lohnt sich vor allem für. Privatkunden im deutschen Markt. Das Profil des Kontos. Ökobank-Girokonto mit konsequent nachhaltiger Geldanlage und Recycling-Karten. Passt besonders dann, wenn mindestens zwei dieser Punkte dein tatsächliches Nutzungs-Profil treffen. Einzelne Vorteile ohne passendes Nutzungsprofil rechtfertigen die Kontoführungsgebühr von 0 € im 1. Jahr, danach 4,90 € oft nicht.
Nicht ideal. Kunden ohne regelmäßigen Geldeingang, falls das Konto eine Geldeingangs-Bedingung hat.